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Verkehrsunfallentwicklung 2021 im Kreis Düren

Verkehrsunfallentwicklung 2021
Verkehrsunfallentwicklung 2021 im Kreis Düren
Die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen im vergangenen Jahr.

Die Bilanz zum Verkehrsunfallgeschehen im Jahr 2021 zeigt insgesamt ein positives Ergebnis. Mit 6324 Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr nahm die Anzahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zum Jahr 2020 um 1096 (-14,8 %) ab.
Im Jahr 2021 wurden bei Verkehrsunfällen fünf Personen getötet, vier Person weniger als 2020. Die Zahl schwerverletzter Verkehrsteilnehmer, d. h. die Personen, die stationär im Krankenhaus behandelt werden, sank um 25 Fälle (-11,7 %) auf 188. Allerdings ist bei den Unfällen mit Leichtverletzten ein Anstieg von 70 (+12,0 %) auf 651 zu verzeichnen. Eine weitere negative Entwicklung lässt sich im Bereich der Unfallfluchten feststellen. Hier stieg die Gesamtzahl der Fälle um 95 auf 1701 an (+5,9%). Dabei handelte es sich in 80 Fällen um Unfälle mit Personenschaden.
 

Gesamtunfalllage

Einerseits ist die positive Gesamtunfallentwicklung auf die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei, andererseits auf die coronabedingten Veränderungen im Arbeits- und Schulwesen - mit den damit verbundenen Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen - zurückzuführen.

Als besonders positive Entwicklung ist in jedem Fall der Rückgang bei den Unfällen mit Getöteten und Schwerverletzten hervorzuheben.


Die Schulschließungen und Einschränkungen während der Pandemie sind sicher auch ein Grund für die gleichbleibend niedrige Zahl verunglückter Kinder. Im Jahr 2021 ereignete sich im Kreis Düren kein Schulwegunfall.


Das während der Coronapandemie geänderte Freizeitverhalten spiegelt sich allerdings auch negativ in den Unfallzahlen wieder. Dies äußert sich in einer Steigerung der Unfallzahlen Pedelecfahrenden.


Negativ ist auch die Steigerung der Zahlen der Unfallfluchten hervorzuheben. Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Straftatbestand. Das Verhalten von Verkehrsteilnehmern im Straßenverkehr ist immer auch eine Charakterfrage und des Verantwortungsbewußtseins: Gegenseitige Rücksichtnahme ist das A&O.

Unfallgeschehen nach Altersgruppen

Bei der Anzahl der Verunglückten nach Altersgruppen weist die Gruppe der Jugendlichen eine duetliche Steigerung um 28 Fälle auf.   
Beachtenswert ist zudem die Altersgruppe der Senioren. Im in Hinblick auf die Verunglückten sind hier ebenso Zuwächse zu verzeichnen. Das ist zum einen im demographischen Wandel begründet, zum anderen auf die geänderte Mobilität dieser Altersgruppe, zum Beispiel auf die Nutzung von Pedelecs, zurückzuführen.
 

Unfallgeschehen nach Beteiligungsart

Im Jahr 2021 fällt besonders die Steigerungen der Unfallzahlen bei Pedelecfahrenden (von 43 auf 71) auf. Der Rückgang bei den Radfahrenden (von 194 auf 177) könnte durch den Umstieg vom Fahrrad auf das Pedelec begründet sein.


Auch wenn die Zahl der verunglückten Kradfahrenden leicht gesunken ist (von 98 auf 91), bedeutet diese Bilanz für die Eifelgemeinden keine Entwarnung. Nach wie vor ist dieser Bereich im Vergleich zum Kreisgebiet überproportional von Motorradfahrenden frequentiert. Die Zahl der Unfälle mit Motorradbeteiligung, bei denen Personen verletzt wurden bleibt besorgniserregend und erfordert polizeiliche Kontrollmaßnahmen, um die Unfallzahlen zu reduzieren.
 

Verkehrsunfallfluchten

Die Zahl der Unfallfluchten ist nach wie vor besorgniserregend hoch. Dieses Jahr ist im Vergleich zum Vorjahr eine weitere Steigerung um 5,9 % zu verzeichnen. Bei Unfallfluchten, bei denen Personen verletzt wurden, liegt die Steigerung sogar bei 12,6 %. Es handelt sich hierbei nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um einen Straftatbestand. Die Aufklärungsquote bei Verkehrsunfallfluchten mit Personenschaden ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (von 63,4% auf 57,5%).  Grundlage für erfolgreiche Ermittlungsergebnisse  bei Unfallfluchten ist die beweissichernde Unfallaufnahme, sowie die Gewinnung von Zeugen. 

 

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