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Kriminalitätsentwicklung 2021 im Kreis Düren

Kriminalitätsenwicklung 2021
Kriminalitätsentwicklung 2021 im Kreis Düren
Die Entwicklung der Kriminalität im vergangenen Jahr im Kreis Düren - erläutert und mit einer statistischen Präsentation versehen.

Die Entwicklung der Kriminalität im Kreis Düren im Jahr 2021 verzeichnet insgesamt erneut einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.  


Gesamtkriminalität und ihre wesentlichen Anteile     

Im Jahr 2021 nahmen die Gesamtfallzahlen im Vergleich zum Jahr 2020 um 1206 Taten auf 14485 Fälle ab, dem Tiefstwert mindestens seit dem Jahr 2000. Gleichzeitig erhöhte sich die Aufklärungsquote (AQ) leicht auf 54,85%.  
Die größten Anteile an der Gesamtkriminalität stellten dabei Diebstahlsdelikte mit 38,54% und Vermögensdelikte mit 17,77% dar. 

Diebstahlskriminalität

Insgesamt sank im Bereich der Diebstahlskriminalität die Fallzahl um 1235 Fälle auf ein Langzeittief von 4812 Fällen. 
Die Aufklärungsquote im Bereich der Diebstahlskriminalität liegt mit 26,12% auf einem konstanten Niveau. 
Besonders     zu erwähnen sind hier die Fallzahlen im Bereich Wohnungseinbruchsdiebstahl. Diese gingen erneut um 141 Fälle (-39,94%) zurück. 
Die Anzahl der Taten im Deliktsfeld des Tageswohnungseinbruchs, bei denen der Tatzeitraum zwischen 06:00 Uhr und 21:00 Uhr liegt, sank sogar um 85%.  
Die Aufklärungsquote in diesem Bereich konnte auf 18,87% gesteigert werden. 

Vermögens- und Fälschungsdelikte

Die Fallzahlen in diesem Deliktsbereich, zu denen insbesondere Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung und Urkundenfälschung gehören, nahmen um 398 (- 14,27%) ab.  
Davon machten 318 Fälle (+ 33 bzw. + 11,58%) sonstige Betrugsarten zum Nachteil älterer Menschen aus (insbesondere Telefonbetrügereien in Form von Enkeltrick, falsche Polizeibeamte, Gewinnversprechen, Kautionszahlungen bei tödlichen Verkehrsunfällen).  

Straftaten gegen das Leben

Die Zahl der Straftaten gegen das Leben sank auf 11 Fälle, von denen 9 aufgeklärt werden konnten.  
 

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

In diesem Straftatenkomplex stieg die Anzahl der angezeigten Delikte auf 342 Fälle (+ 41 bzw. + 13,62%).  
Die Hälfte dieser Steigerung machte die Verbreitung pornografischer Schriften (Erzeugnisse) aus (+50 bzw. +121,95%) aus.  
Beim sexuellen Missbrauch von Kindern war ein Rückgang um 6 Fälle (-10,17%) zu verzeichnen.            
Angezeigte Fälle von sexuellem Übergriff und sexueller Nötigung sanken ebenfalls um 12 (- 10,34%) Delikte.  
Die Zahl der Vergewaltigungen erhöhte sich auf 43 Fälle (+18, +72,00%). Hierbei handelt es sich zu 95% um Vergewaltigungen innerhalb einer häuslichen Gemeinschaft.  

Rohheitsdelikte

Hierunter fallen Raub-, Körperverletzungsdelikte sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit.      
Raubstraftaten und Körperverletzungsdelikte entwickelten sich rückläufig, auf 92 Fälle (- 33,33%) bzw. 91 Fälle (-5,52%). Die AQ verbesserte sich auf 60,87% (+ 5,8 Prozentpunkte).  
Im Deliktsfeld der Straftaten gegen die persönliche Freiheit erhöhten sich die Fahlzahlen im Bereich der Nötigungen auf 213 (+39 Fälle, +22,41%) und die Bedrohungen auf 357 Taten (+58 bzw. +19,40%). 
 

Strafrechtliche Nebengesetze

Zu dieser Gruppe in der Polizeilichen Kriminalstatistik zählen insbesondere Rauschgiftdelikte.  
Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz erhöhten sich um 124 Fälle (+19,50%).   
Die ebenfalls zu dieser Gruppe gehörenden Straftaten nach dem Waffengesetz stiegen um 24 Fälle auf 69 Fälle (+53,33%). Hierbei handelt es sich oft um das Mitführen von Schreckschusswaffen (SRS-Waffen), die zwar ab dem 18. Lebensjahr erlaubnisfrei erworben werden dürfen, aber zum Führen den kleinen Waffenschein benötigen.   
 

Gewaltkriminalität

Hier erfolgt die Addition insbesondere der Delikte Mord und Totschlag sowie bestimmter Sexual-, Raub- und Körperverletzungsdelikte.  
Die Fallzahlen der Gewaltdelikte sanken um 89 Fälle auf 548 (-13,97%). Die AQ verbessert sich um 4,73 Prozentpunkte auf 82,12%. 
 

Straßenkriminalität

Hierunter ist die Summe aus verschiedenen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Rohheits- und Diebstahlsdelikte, sowie Sachbeschädigungen erfasst, die im öffentlichen Raum stattfinden und daher unmittelbar Einfluss auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung haben können. 

Straßenkriminalität ist mit 3619 registrierten Straftaten um 473 Fälle (- 11,56%) auf den Tiefstwert der letzten 10 Jahre gesunken. Die AQ konnte um 1,77 Prozentpunkte verbessert werden. 

Jugendkriminalität

Der Anteil der acht- bis unter 21-jährigen Tatverdächtigen an den Gesamttatverdächtigen fiel auf 19,11% zurück. Diese Altersklasse war an 1188 Straftaten beteiligt. Beides sind Tiefstwerte der letzten zehn Jahre.  
 

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